Schulter ausgekugelt? Schulter instabil?

Dann ist eine schnelle Behandlung notwendig. Informieren Sie sich hier über die Ursachen, Symptome und die Behandlungsmöglichkeiten einer Schulterluxation.

Welche Ursachen gibt es?

Bei einer Schulterluxation, also dem Auskugeln der Schulter, springt der Oberarmknochen aus der Gelenkpfanne. Dabei werden in der Regel die vordere Gelenklippe (Labrum) sowie die stabilisierenden Bänder und die vordere Kapsel verletzt.

Ursache für eine Schulterluxation ist eine direkte oder häufiger eine indirekte Gewalteinwirkung von außen. So kann eine Schulter auskugeln, wenn man auf den nach hinten ausgestreckten Arm fällt, z. B. bei einem Fahrradsturz. Sehr häufig kommt es auch beim Handball zum Auskugeln der Schulter, da hier das Schultergelenk besonders belastet wird.

Bei Menschen mit einem sehr weichen Bindegewebe und schwachen Bändern kann es auch bei alltäglichen Bewegungen zum Ausrenken der Schulter kommen. Hierbei handelt es sich um eine „habituelle Schulterluxation“.

Welche Symptome treten auf?

Bei einer akuten Schulterluxation, z. B. durch einen Sportunfall, treten heftige Schmerzen in der Schulter auf. Außerdem ist die Kontur der Schulter verändert: die verschobenen Gelenkkörper sind durch die Haut sichtbar. Darüber hinaus kann der Arm der ausgekugelten Schulter nicht aktiv bewegt werden und es kommt bei der kleinsten Bewegung zu starken Schmerzen. Wenn beim Auskugeln Nerven verletzt wurden, tritt meistens ein Taubheitsgefühl auf.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ist Ihre Schulter ausgekugelt, muss diese in der Regel sofort wieder eingerenkt werden. Dies erfolgt unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Anschließend wird die Schulter mithilfe einer angepassten Bandage für 1 bis 3 Wochen zur Ausheilung ruhig gestellt. Um die Muskulatur aufzubauen, die das Gelenk stabilisiert, ist es wichtig, dass frühzeitig krankengymnastische Übungen durchgeführt werden. Die Gesamtdauer der Physiotherapie beträgt in der Regel 6 Wochen.

Vor allem bei jüngeren Menschen kann es im Falle einer Schulterluxation zu anhaltenden Beschwerden und zu wiederholtem Auskugeln der Schulter kommen, so genannten „Luxationsereignissen“. In diesem Fall ist ein operativer Eingriff durch Arthroskopie (Gelenkspiegelung) sinnvoll. Der Vorteil der arthroskopischen Technik: In den meisten Fällen ist es möglich, das Gelenk anatomisch zu 100 % wiederherzustellen. Das heißt: Es ist anschließend wieder uneingeschränkt belastbar und beweglich.

Welche besonderen Kompetenzen bieten wir Ihnen?

Wir stimmen die Therapie individuell auf Sie ab. Bei jungen Sportlern ist meist eine Operation notwendig, um eine erneute Schulterluxation zu verhindern. Vertrauen Sie dabei auf die langjährige Erfahrung und die herausragende Kompetenz unserer Fachärzte in diesem Bereich. Dr. med. Carsten Temme gehört zu den wenigen Operateuren, die auch knöcherne Absprengungen oder Pfannenfrakturen, welche häufig in Verbindung mit einer Schulterluxation auftreten, mithilfe einer Arthroskopie anatomisch wiederherstellen können (=„so wie vorher“).

Bei Patienten im mittleren und höheren Lebensalter reicht in der Regel eine konservative Therapie aus, wenn kein Rotatorenmanschetteneinriss vorliegt. In diesem Fall stellen wir ein persönliches Therapieprogramm für Sie zusammen. So ist sichergestellt, dass Ihr Schultergelenk wieder ausreichend stabil für anspruchsvolle sportliche Belastungen ist.

Haben Sie sich die Schulter ausgekugelt?

Dann melden Sie sich gleich bei uns. Wir kümmern uns fachmännisch um Ihre Schulter und beraten Sie ganz individuell, ob nach dem Einrenken eine Operation nötig ist oder eine konservative Therapie ausreicht.


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